Präventionsworkshops im Landkreis Südliche Weinstraße: Gewaltpräventionsprojekt an der Grundschule Herxheim


Bereits im fünften Jahr lud die Schulsozialarbeiterin Gabi Bloch von der Grundschule Herxheim Jürgen Mörixbauer vom Sicherheitszentrum SeSiSta in Wiesental ein, um das Training mit den Kindern durchzuführen.
SeSiSta steht für „Selbstbewusst, Sicher und Stark“, denn nur so können Kinder gefährliche Situationen, so wie sie auch zum Beispiel auf dem Foto dargestellt wurde, vermeiden oder entschärfen.

Dabei halfen einfache Merksätze die zunächst erklärt und eintrainiert wurden, um danach im praktischen Übungsteil angewandt zu werden. So lautet eine der Regeln, dass sich kein Schüler auf dem Schulweg oder auch wenn er alleine unterwegs ist, ansprechen lassen soll, egal wie verlockend das Angebot auch ist, denn: „Spricht mich jemand an, geh ich einfach weiter dann!“.

„Erschreckend ist jedoch zu sehen, dass viele der Kinder, die gerade noch mit den anderen die Übung souverän gemeistert hatten sich draußen beim Rollenspiel durch ein ‚Kannst du mir mal bitte helfen?‘ oder auch ein ‚Hey, Stopp, wie heißt du denn?‘, verunsichern ließen und stehen blieben“, so Schulsozialarbeiterin Bloch.
„Diese Tatsache zeigt, dass es mit solch einem Training alleine nicht getan ist. Das Gelernte muss immer wieder wiederholt und gefestigt werden, denn nur durch das ständige Abfragen wird das gehörte und trainierte Verhalten zur Routine. Und wer etwas routiniert tut, lässt sich auch nicht mehr von angebotenen Süßigkeiten verunsichern.“, so Bloch weiter.

Um diese Routine zu erreichen, benötigen die Kinder vor allem die Unterstützung der Eltern. Daher bot die Grundschule Herxheim parallel zum Training einen Elternabend an. Dabei gab es für die Eltern passendes ‚Handwerkszeug‘, um die Trainingsinhalte von SeSiSta auch im häuslichen Alltag immer wieder aufgreifen zu können.

Für den Ersten Kreisbeigeordneten Marcus Ehrgott, der als Dezernent für Jugend, Familie und Sport auch für die Schulsozialarbeit zuständig ist, zeigt der Workshop deutlich: „Wir sind mit Blick auf die Prävention auf dem richtigen Weg. Es reicht nicht, einmalig auf ein Thema oder Problem hinzuweisen. Vielmehr müssen Lösungen angeboten werden und wie in diesem Fall auch eingeübt werden, damit Prävention nachhaltig wirkt.“


Finanziell unterstützt wurde die Aktion von der Verbandsgemeinde Herxheim und einem Landeszuschuss. Somit konnte der Eigenanteil der Eltern reduziert werden.

Auf dem richtigen Weg.